Universität Bielefeld

© Universität Bielefeld

Auszeichnungen für hervorragende Masterarbeiten
in Biochemie und Chemie

GBM-Masterpreis für Daniel Martsch

© Martsch 2013
Daniel Martsch studierte Biochemie an der Universität Bielefeld und fertigte seine Masterarbeit in der Arbeitsgruppe für Biophysikalische Chemie und Photochemie (Leitung PD Dr. Tilman Kottke) an. Das Thema der Arbeit lautet "Charakterisierung und Photokatalyse der Halogenase PyrH-W279/281F".

Herr Martsch untersuchte die Eigenschaften einer Halogenase, um deren Eignung in der lichtgetriebenen Katalyse zu verbessern. Halogenasen sind vielversprechende Enzyme zur Anwendung in der Herstellung Chlorhaltiger Verbindungen, die unter anderem als Arzneimittel im Einsatz sind. Herr Martsch gelang es, den Einfluss der Umgebungsbedingungen auf die Stabilität des Enzyms zu messen, die Stärke der Bindung zum Kofaktor zu bestimmen und die Eignung verschiedener Reduktionsmittel für die lichtgetriebene Reaktion zu prüfen. Diese Erkenntnisse sind wichtige Schritte auf dem Weg zu einer Katalyse mit Halogenasen durch Sonnenlicht.

Die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) ist mit 5300 Mitgliedern aus Hochschulen, Forschungsinstituten und Industrie die größte biowissenschaftliche Fachgesellschaft Deutschlands. Ihre Aufgabe ist die Förderung von Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Biochemie und in den molekularen Biowissenschaften. Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses wird u. a. der GBM-Masterpreis für Studienabsolventen vergeben, die eine herausragende Masterarbeit vorgelegt haben. Der Preis wurde in Bielefeld erstmalig 2013 verliehen.

Förderpreis der Friedrich Wilhelm Helweg-Stiftung für hervorragende Masterarbeiten

Bielefelder Biochemie- und Chemieabsolventen von der Friedrich Wilhelm Helweg-Stiftung ausgezeichnet. Auf Vorschlag der Fakultät für Chemie der Universität Bielefeld hat die Bielefelder Friedrich Wilhelm Helweg-Stiftung die beiden Masterabsolvent/inn/en Anna Zwafing, geb. Witte (Biochemie) und Tobias Zwafing (Chemie) für ihre hervorragenden Masterabschlüsse im Jahr 2019 mit einem Förderpreis ausgezeichnet.

© Zwafing 2017
Anna Zwafing (geb. Witte), Jahrgang 1995, hat Biochemie an der Universität Bielefeld studiert.
Sie fertigte ihre Masterarbeit zum Thema "(Co)-Expression von Modellproteinen und bakteriellen FGEs zur in vitro- und in vivo-FGly-Bildung, sowie Untersuchung der Aktivität und Lokalisation von humanen FGE-Varianten" in der Arbeitsgruppe Biochemie I unter der Leitung von Professor Dr. Thomas Dierks an.

Formylglycin-generierende Enzyme (FGEs) erzeugen die einzigartige Aminosäure Formylglycin an definierter Stelle innerhalb von Proteinen, wobei ein spezifisches Sequenzmotiv innerhalb der benachbarten Aminosäure-Abfolge erkannt wird. Frau Zwafing hat dieses Motiv auf verschiedene Modellproteine, darunter auch therapeutisch interessante Antikörper-Mimetika, übertragen und die Effizienz der Formylglycin-Bildung analysiert. Die selektive Einführung der chemisch reaktiven Aldehyd-Funktion des Formylglycins eröffnet große Chancen für die spezifische Anbindung von Effektor-Molekülen an Proteine.
Dies ist über die Forschung hinaus bedeutsam.
So können mithilfe dieser Technologie beispielsweise auch Antikörper-Wirkstoff-Konjugate erzeugt werden, welche in der Medizin für die Behandlung verschiedener Krebserkrankungen zur Anwendung kommen. Die FGE-Technologie ermöglicht die Herstellung genau definierter Antikörper-Wirkstoff-Konjugate, die neben hoher Wirksamkeit auch eine hohe Spezifität für das Tumorgewebe aufweisen.

© Zwafing 2019
Tobias Zwafing, Jahrgang 1994, absolvierte sein Bachelor- und Masterstudium an der Fakultät für Chemie der Universität Bielefeld.
Er fertigte seine Masterarbeit zum Thema "Arbeiten zu Gd-Cu Modellverbindungen für EPR-Abstandsmessungen" in der Arbeitsgruppe Organische und Makromolekulare Chemie bei Frau Prof. Dr. Adelheid Godt an.

Durch Elektronenspinresonanz (ESR)-Spektroskopie ist es möglich, Abstände zwischen zwei paramagnetischen Zentren zu bestimmen. Demzufolge können u. a. Informationen über die Struktur und Dynamik von Biopolymeren, wie z.B. DNA, RNA, Peptide und Proteine, in ihrer natürlichen Umgebung erhalten werden, nachdem diese Biopolymere an genau vorbestimmten Stellen mit paramagnetischen Einheiten, sogenannten Spinsonden wie z. B. organischen Radikalen und Komplexen von Gadolinium(III) und Kupfer(II) ausgestattet wurden.

Zur Entwicklung und Evaluierung derartiger ESR-Techniken werden geeignete Modellsystemen benötigt. Herr Zwafing hat an der Entwicklung einer Cu(II)-basierten Spinsonde sowie der Synthese von Modellsystemen, die diesen paramagnetischen Kupfer(II)-Komplex und einen paramagnetischen Gadolinium(III)-Komplex in einem wohldefinierten Abstand aufweisen, gearbeitet.

Termine der Fakultätskonferenz

Die Fakultätskonferenz der Fakultät für Chemie findet an den folgenden Terminen im Raum UHG-E4-115 um 14:15 statt:

  • Wintersemester 2019/2020:
    • 06.11.2019
    • 04.12.2019
    • 15.01.2020
  • Sommersemester 2019:
    • 17.04.2019
    • 22.05.2019
    • 03.07.2019
  • Wintersemester 2018/2019:
    • 10.10.2018
    • 14.11.2018
    • 09.01.2019
  • Sommersemester 2018:
    • 25.04.2018
    • 06.06.2018
    • 11.07.2018