Fakultät für ErziehungswissenschaftWissenschaftliche Einrichtung Oberstufen-Kolleg
 
 
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Kompetenzorientierung im Sportunterricht

Projektleiter:              N.N.

AntragstellerInnen:           Hans Hermann Schwarz; Tim Mergelkuhl, Christian Schweihofen (Oberstufen-Kolleg)

Prof.Dr. Bernd Groeben, (Abteilung Sportwissenschaft, Universität Bielefeld)

 

Status des Projekts

Dieses Projekt wird neu beantragt und sollte u.E. perspektivisch im nächsten FEP fortgeführt werden. Insbesondere aus der Sicht des Faches Sport soll überprüft werden, inwieweit fachbezogene aber auch fächerübergreifende Kompetenzen und Aspekte des selbstgesteuerten Lernen durch die kontinuierliche Verknüpfung der in dem Profil beteiligten Fächer unterstützt werden können. Nach Rückmeldung des WBR sollte der Schwerpunkt des ersten Förderjahres liegt dabei in der Reflexion bestehender fächerübergreifender Kurse mit dem Fach Sport (Praxisforschung) und der Entwicklung eines Kompetenzmodells (Grundlagenforschung), an dem sich der Unterricht im Profil orientieren soll, liegen. Hier ist nach der Diskussion um Grundkonzepte von Kompetenzmodellen deutlich die didaktische Funktion zu betonen. Daneben kann im zweiten Förderjahr begonnen werden, die Umsetzung im Unterricht zu reflektieren und punktuell videografisch zu begleiten. Perspektivisch soll im weiteren Verlauf der Profilarbeit (erstes Abitur erst 2013, nächster FEP) die Entwicklung von Instrumenten zur  Kompetenzermittlung (Evaluationsforschung) angegangen werden, um eine Brücke zur evaluativen Weiterentwicklung des Kompetenzmodells zu schlagen.

 

Zusammenfassung

Das Projekt nutzt die umfangreichen Vorarbeiten am OS im Hinblick auf fächerübergreifende Kompetenzen (s. Trios Heft 5). Die Binnenstruktur der Sportwissenschaft ist multidisziplinär angelegt und bietet sich daher für das Erkennen und Wechseln von Perspektiven im Sinne fächerübergreifenden Arbeitens geradezu an. Wie u.a. eigene Arbeiten zur Evaluation von "Sport als viertes Fach der Abiturprüfung" im Rahmen eines Projektes der Landesregierung (2001-2010) ergaben, bleibt dieses Potenzial im praktischen Unterricht der Grundkurse und teilweise auch der Leistungskurse in der Schule bisher weitgehend ungenutzt. Gleichzeitig ist zu verzeichnen, dass es den eher theoretisch arbeitenden Fächern nicht so leicht fällt, echte Anwendungssituationen zu schaffen, die für einen Kompetenzerwerb zwingend nötig sind.

Dieses Problem versuchen wir mit dem Profil teilweise zu lösen. Der Sportunterricht kann durch die feste Verknüpfung der Kurse in der Vermittlung von Kenntnissen auf andere Fächer zurückgreifen und stellt gleichzeitig Anforderungssituationen für die beteiligten Fächer bereit. Da diese Fächer aus allen drei Aufgabenfeldern entstammen, können typische Fachperspektiven eingenommen, verglichen und beurteilt werden, wodurch der wissenschaftspropädeutische Wert verstärkt wird.

Es gilt, im Projekt die Chancen der Kompetenzvermittlung durch eine Kooperation unterschiedlicher Fächer zunächst durch die Entwicklung eines Kompetenzmodells herauszuarbeiten. Die Kooperation mit den Bielefelder Sportpädagogen, die sowohl in der Fachdidaktik als auch in der Unterrichtsforschung ausgewiesen sind, kann hierzu ebenso produktiv beitragen wie die Beteiligung von Gabi Obst in der Profilgruppe.

Mit der Entwicklung und praktischen Erprobung von Kursbausteinen im Profil kann nach einem Jahr begonnen werden, wenn die ersten Kollegiatinnen und Kollegiaten in die Hauptphase eintreten. Dann sollen auch prozessbegleitende und summative Evaluationsinstrumente entwickelt und erprobt werden.


Dr. Arno Müller begleitet das Projekt auch mit der Option, es für eine weitere akademische Qualifikation (also als Grundlagenforschung) zu nutzen.